Zwischenfrüchte

von Ackerbohne über Phacelia bis Winterwicke

Durch Zwischenfruchtanbau lassen sich verschiedene Effekte erziehlen.
Er kann dazu dienen, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und ihn in den Zellen der Zwischenfrüchte zu binden.
Die Zwischenfrüchte werden dann untergearbeitet, so dass der in ihnen gebundene Stickstoff für die nächste Frucht in der Frucht folge zur Verfügung steht.
Da Stickstoff ein wichtiger Pflanzennährstoff ist, kann durch den Zwischenfruchtbau Stickstoff eingspart werden, Auswaschungen von Stickstoff verhindert werden und durch positive Effekte auf das Bodenleben und die Bodenstruktur der Ertrag der Hauptfrüchte verbessert werden.

 

  • Einsaat in die Stoppel
  • Greeningfähig
  • Zwischenfrucht nach Mais
  • Einsaat unter Deckfrucht

Gründünger + Zwischenfrüchte

Stickstoffbindung und Bodenverbesserung

 

Bohnen (Vicia faba)
Als Zwischenfrucht erfolgt die Aussaat von Juli bis Mitte August. Die außergewöhnlich starke Pfahlwurzel geht bis zu einen Meter tief in den Boden.
Aussaatstärke: 180-220 kg/ha in Reinsaat


Futtererbsen (Pisum sativum)
Mit Hafer angebaut ergeben Futtererbsen hohe Erträge an eiweißreichem Futter. Auch im Zwischenfruchtbau anwendbar.
Aussaatstärke: 100-150 kg/ha in Reinsaat
50 kg/ha in Mischung mit Hafer (100 kg) und Wicken (25 kg)


Grünroggen (Secale cereale)
Interessante Zwischenfrucht. Spätsaatverträglich, hohe Erträge an wertvollem Futter. Verwertet hohe Güllegaben und räumt zeitig das Feld im Frühjahr, so dass eine andere Kultur folgen kann. Frostresistent.
Aussaatstärke: 120-150 kg/ha in Reinsaat


Lupine(Lupinus luteus (gelb), albus (weiß) und angustifolius (blau))
Die Standortansprüche der drei Arten sind unterschiedlich. Die gelbe Lupine wächst auch noch im sauren Bereich mit pH 4,5-5,0. Die blaue Lupine verlangt etwas bessere Böden im schwach sauren bis neutralen Bereich und die weiße Lupine hat höhere Kalkansprüche und ist besonders auch für Lehmböden geeignet. Die tiefreichenden Wurzeln versorgen sich auch in Trockenzeiten mit Wasser. Gegen Frost sind Lupinen empfindlich und frieren bei -4 bis -6°C ab. Besonders zur Gründüngung geeignet.
Aussaatstärke: 160-180 kg/ha blaue und gelbe Lupine in Reinsaat
200-240 kg/ha weiße Lupine in Reinsaat


Markstammkohl (Brassica oleracea)
Gute Silier- und Grünfutterpfl anze. Frostresistent.
Aussaatstärke: 1,5-2,0 kg/ha in Reinsaat

 

Ölrettich (Raphanus sativus)
Ölrettich zeichnet sich durch ein schnelles Jugendwachstum aus und ist so in der Lage Unkräuter zu unterdrücken. In Fruchtfolgen mit Raps oder Rüben sollten gegen Nematoden resistente Sorten gewählt werde. Vorzüglicher Gründünger.
Aussaatstärke: 20-25 kg/ha in Reinsaat

Perko PVH/BUKO
PERKO PVH/BUKO ist eine tetraploide, winterharte Kreuzung von Chinakohl und Rübsen. Sie ist überaus schmackhaft mit geringem Nitratgehalt und besitzt aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes gute Siliereigenschaften. Wie bei Rübsen allgemein weist PERKO PVH/ BUKO auch bei höherer Düngung keine gefährliche Nitratanreicherung im Futter auf. Außerdem haben amtliche Versuche gezeigt, dass unter PERKO PVH/BUKO die N-Auswaschung ins Grundwasser fast gänzlich verhindert wird. Der vorhandene Bodenstickstoff wird biologisch gebunden (Eiweiß) und bleibt der Nachfrucht bzw. im Futter verfügbar.
Aussaatstärke: 10-12 kg/ha in Reinsaat

Phacelia (Phacelia tanacetifolia)
Als Nichtkreuzblütler ist Phacelia eine ideale Zwischenfruchtpfl anze für stark belastete Fruchtfolgen. In normalen Wintern friert Phacelia vollständig ab. Sie ist sehr feinstängelig und eignet sich vor allem in erosionsgefährdeten Lagen hervorragend für Mulchsaaten von Mais und Zuckerrüben.
Aussaatstärke: 10-12 kg/ha in Reinsaat

Senf (Sinapis alba)
Sortentipp: CARNELLA
CARNELLA ist ein Gelbsenf für die Gründüngung. Die gute Spätsaatverträglichkeit von CARNELLA ermöglicht eine Aussaat noch nach Winterweizen. CARNELLA bildet reichlich oberirdische Blattmasse aus, die den Boden rasch bedeckt, Unkraut unterdrückt und die Bodenstruktur positiv beeinfl usst. CARNELLA ist hervorragend im Erosionsschutz und für Mulchsaaten von Mais und Zuckerrüben einsetzbar. CARNELLA ist nicht winterfest.
Aussaatstärke: 15-20 kg/ha in Reinsaat

Serradella (Ornitophus sativus)
Einjährige, sehr schmackhafte Pfl anze für Stoppelsaat nach Getreide. Friert über Winter ab. Für kalkarme Sandböden gut geeignet. Gründüngungs- und Futterpfl anze.

Aussaatstärke: 35-45 kg/ha in Reinsaat

Sommerraps (Brassica napus)
Erucasäure- und glucosinolatfreie Futterrapssorten. Geeignet als Frischfutter, Silage und Gründüngung.
Aussaatstärke: 8-12 kg/ha in Reinsaat zur Futternutzung
12-18 kg/ha in Reinsaat zur Gründüngung

Stoppelrübe, Herbstrübe (Brassica rapa)
Als absolute Zwischenfruchtpfl anze folgt die Stoppelrübe nach Getreide mit Aussaat Ende Juli bis Mitte August. Ein Reihenabstand von 35-40 cm erleichtert die Pfl egearbeiten und die maschinelle Ernte. Der Stickstoffbedarf liegt bei 120-160 kg/ha N (auch als Gülle). Die Erntereife tritt ein, wenn die unteren Blätter vergilben und kein Zuwachs mehr zu erwarten ist.
Aussaatstärke: 1,5-2,0 kg/ha in Reinsaat

Sommerwicken (Vicia sativa)
Sommerwicken werden hauptsächlich als Zwischenfrucht oder im Gemenge mit Hafer und Erbsen zur Grünfuttergewinnung angebaut.
Aussaatstärke: 100-120 kg/ha in Reinsaat
25 kg/ha in Mischung mit Hafer (100 kg) und Erbsen (50 kg)

Winterfutterraps (Brassica napus)
Futterpfl anze mit hohem Blattanteil, winterfest. Geeignet als Frischfutter, Spätweide oder Silage, aber auch als Gründüngungspfl anze. Bodenansprüche gering.
Aussaatstärke: 8-12 kg/ha in Reinsaat zur Futternutzung
12-18 kg/ha zur Gründüngung

Winterwicken (Vicia vilosa)
Winterwicken sind einjährig überwinternde Pfl anzen, sehr ertragreich mit hohem
Eiweißgehalt. Die weichen Stängel erreichen ein Länge von 1,5 m und mehr. Aussaat
nach der Getreideernte im Juli bis Anfang August.
Aussaatstärke: 60-80 kg/ha in Reinsaat

 

Spezifikationen
Produktion von organischer Masse
Nematodenresistenz
Bodendurchwurzelung
Spätsaateignung
Jugendentwicklung/Bodenbedeckung
Frostempfindlichkeit
Zwischenfrüchte

Zwischenfrüchte und Gründünger sind wichtig für Ackerbau und Fütterung:

  • Produktion von hochwertigem Futter
  • Verhinderung von N-Auswaschung
  • Erosionsschutz
  • Positive Wirkung auf Bodenleben und Wasserhaushalt
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