Stallfütterung

Sanftblättriger Rohrschwingel: mehr abbaubare Zellwände für Struktur und optimale Verdaulichkeit

Die Bedeutung von hochwertigem Gras in der Futterproduktion nimmt zu. Mit sanftblättrigem Rohrschwingel können Milchviehhalter mehr Milch produzieren. Der Aufbau der Zellwände von sanftblättrigem Rohrschwingel unterscheidet sich von anderen Arten, sodass Kühe mehr aufnehmen können – für eine höhere Milchleistung. Sanftblättriger Rohrschwingel enthält nämlich bis zu 50 g weniger Zucker und bis zu 50 g mehr Hemizellulose pro kg TM, was die Zellwandverdaulichkeit erhöht. Dies bringt viele Vorteile für die tägliche Ration der Kühe.

Weniger Zucker, aber mehr NDF

Rohrschwingel enthält rund 5 % weniger Stärke und Zucker, dafür aber mehr Zellwandverdaulichkeit (NDF). Damit nähert sich die Silage viel schneller einem Zellwandwert von 480 und damit einer Premium-Silage. Durch den geringeren Anteil an Stärke und Zucker sinkt das Risiko, dass Rationen „zu schnell“ werden. Eine Kuh kann in den ersten vier Monaten der Laktation maximal 6,8 kg Stärke und Zucker verdauen. Mit Rohrschwingel geraten Milchviehrationen weniger schnell in die Risikozone. Ein eventueller Mangel an Stärke und Zucker kann gezielt mit Kraftfutter oder Einzelfuttermitteln ausgeglichen werden.

 

Mehr abbaubare Hemizellulose in den Zellwänden

Der Vorteil von Rohrschwingel liegt nicht nur in der höheren Zellwandverdaulichkeit (NDF), sondern auch in der optimalen Qualität der Zellwände für die Milchproduktion. Der NDF-Gehalt eines Futtermittels setzt sich aus Hemizellulose, Lignin und Zellulose zusammen. Lignin ist unverdaulich, Zellulose wird innerhalb von 48 Stunden abgebaut, und Hemizellulose bereits innerhalb von 8 Stunden. Gerade diese letzte Fraktion ist im sanftblättrigen Rohrschwingel stark vertreten. Kühe können ihn somit schnell in zusätzliche Milch umwandeln.

 

Ertrag

Der Ertrag von sanftblättrigem Rohrschwingel wurde mit 46 anderen gängigen Grasmischungen verglichen. Dabei zeigt sich: Die Mischung mit Rohrschwingel (NutriFibre) erreicht im ersten Jahr nach der Aussaat einen relativen Trockenmasseertrag von 124 (Durchschnitt aller Mischungen = 100). Im zweiten Jahr steigt der Wert auf 138. Im Mittel der ersten beiden Jahre erreicht NutriFibre einen Wert von 131 – also 31 % mehr Trockenmasse. Im Aussaatjahr liegt der Ertrag etwas niedriger, da sich zunächst das Wurzelsystem entwickelt. 

Hier mehr über die Grasmischung NutriFibre

 

Eiweiß

Auch der Eiweißertrag von sanftblättrigem Rohrschwingel liegt über dem Durchschnitt. Pro Hektar werden im Schnitt 1351 kg Rohprotein erzeugt. Die relative Bewertung der Mischung NutriFibre – auf Basis von Rohrschwingel – liegt bei 126, also 26 % mehr Eiweiß pro Hektar. Da Rohrschwingel tief wurzelt, ist er weniger anfällig für Trockenheit und nutzt Mineralstoffe besonders effizient. Nährstoffverluste ins Grundwasser sind nahezu ausgeschlossen. Milchviehhalter, die hohe Erträge mit grasbasiertem Futter wünschen, das gleichzeitig eine gesunde Verdauung unterstützt, treffen mit NutriFibre die richtige Wahl.

 

NutriFibre

Anhand des NutriFibre-Logos erkennst du, ob eine Grasmischung aus sanftblättrigem Rohrschwingel besteht. 

Hier mehr über die Vorteile von NutriFibre