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Wieviel Stickstoff liefert die Kleefabrik?

La réduction des normes d'utilisation d'azote favorise l'apparition du trèfle. Maîtriser cette culture reste un défi pour de nombreuses exploitations laitières.

Das Aufkommen von Gras-Klee

Niedrigere Stickstoffanwendungsnormen fördern den Anbau von Gras-Klee. Für viele Milchviehbetriebe bleibt es jedoch eine Herausforderung, den Anbau richtig zu beherrschen. „Wir sehen häufig, dass es an Wissen und Erfahrung fehlt, um Gras-Klee richtig zu düngen. Entweder wird zu viel oder zu wenig Gülle ausgebracht“, stellt Produktmanager Tom Niehof von Barenbrug fest.

 

Inspiration aus Irland

Auch in Irland werden durch den Wegfall der Derogation die Stickstoffanwendungsnormen gesenkt. Die Regierung fördert den Gras-Klee-Anbau stark, und Forschungsinstitute vertiefen ihr Wissen über den Anbau. Das irische Moorepark-Institut verwendet ein Düngungsmodell, das Barenbrug für den Anbau von Gras mit Weißklee in den Niederlanden berücksichtigt. „Dieses Modell bezieht die Entwicklung und den Verlauf des Klees sowie die im Laufe des Jahres freigesetzte Stickstoffmenge mit ein. Barenbrug ist selbst auch in Irland sehr aktiv. Das hilft uns, unser Wissen über den Anbau von Gras-Klee weiterzuentwickeln.“

 

Tägliche Stickstoffabgabe des Klees

Stickstofflieferung in einer etablierten Gras-Klee-Narbe

Ein Teil des irischen Wissens ist in Abbildung 1 dargestellt. Die Kurve zeigt, wie viel Stickstoff täglich aus Weißklee freigesetzt wird. Die Abbildung macht deutlich, dass Klee im Frühjahr etwa 0,3 Kilogramm Stickstoff pro Tag abgibt. Ab dem Sommer steigt dieser Wert auf 0,6 Kilogramm pro Tag.
„Auf dieser Grundlage kann der Landwirt die Mineraldüngergabe während der Saison besser auf die Stickstofffreisetzung des Weißklees abstimmen“, erklärt Niehof.
Seine Analyse zeigt, dass Landwirte möglicherweise auch den zweiten Schnitt von Gras-Klee mit Mineraldünger versorgen sollten. „In den Niederlanden lautet die gängige Empfehlung, nur den ersten Schnitt von Gras-Klee zu düngen. Aber die Kurve zeigt, dass im Mai noch nicht genügend Stickstoff aus dem Klee selbst verfügbar ist.“
Die Faustregel bei Barenbrug lautet: kleine Weidegaben, abhängig von Bodentyp, Schnittgewicht und Menge der Gülle.

 

Weißklee liefert 100 kg N

„Gras mit etwa 25 Prozent Weißklee liefert pro Jahr rund 100 Kilogramm Stickstoff. Diese Menge kann von der regulären Mineraldüngergabe abgezogen werden. So lässt sich ziemlich genau berechnen, wie viel Kunstdünger zusätzlich benötigt wird.“
Im ersten Jahr der Kleeeinsaat sollte weniger Stickstoff ausgebracht werden, damit sich der Klee gut etablieren kann.

Niehof empfiehlt, den Kleeanteil im Bestand regelmäßig zu überwachen. Bei einem durchschnittlichen Jahresanteil von 25 Prozent liegt der Kleeanteil im April und Mai bei 10 bis 15 Prozent und steigt bis August auf 30 bis 40 Prozent. „Liegt der Anteil bei 10 Prozent oder weniger, sollte für den zweiten Schnitt eventuell noch etwas Mineraldünger gegeben werden.“

 

An Kalium denken

Abschließend warnt Niehof vor Kaliummangel in Gras-Klee-Beständen, da durch den Wegfall der Derogation die Güllegaben geringer und anders verteilt werden. Er empfiehlt zusätzliche Kaliumdüngung ab dem zweiten Schnitt. Auch eine jährliche Erhaltungskalkung im Herbst sei entscheidend: „Die Aktivierung der ‚Kleefabrik‘ findet nur bei einem pH-Wert von 6 oder höher statt.“