Frage & Antwort – Mais
Unten finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Mais.
- Wie ist die optimale Aussaatdichte für Mais?
Das hängt von mehreren Faktoren ab:
- Anbauziel: Körner- oder Silomais. Körnermais wird etwas dünner gesät.
- Aussaatzeitpunkt: Bei späterer Aussaat (nach dem 1. Mai) etwa 10 % weniger Saatgut verwenden.
- Sorte: Kürzere und blattärmere Sorten sollten dichter gesät werden als längere, massereiche Sorten.
Im Allgemeinen werden 90.000 bis 100.000 Körner pro Hektar gesät. Barenbrug gibt für jede Sorte die genaue Saatgutmenge pro Hektar auf der Verpackung an.
- Was ist der beste Aussaatzeitpunkt?
Ab dem 20. April kann Mais gesät werden, sofern die Bodenstruktur und -temperatur dies zulassen.
- Welche minimale Bodentemperatur benötigt Mais für die Keimung?
Mindestens 8 Grad Celsius.
- Welchen Vorteil hat eine frühe Aussaat?
Die Maispflanze bleibt kürzer und stabiler. Außerdem fördert eine frühe Aussaat eine bessere Kolbenentwicklung.
- Welcher Nachteil kann bei einer frühen Aussaat auftreten?
Mögliche Schäden durch Nachtfrost. Dies ist jedoch ein unvorhersehbares Phänomen und kann sowohl Anfang Mai als auch Anfang Juni auftreten. Das Warten mit der Aussaat bringt daher wenig Nutzen.
- Bis zu welchem Datum kann Mais gesät werden?
Bis zum 1. Juni. Nach diesem Datum kann zwar weiterhin gesät werden, jedoch sind bei fehlenden Alternativen Ertrag, Qualität und Reife oft schlechter.
- Wie ist die richtige Aussaatstiefe?
Zwischen 4 und 6 cm tief. Bei früher Aussaat oder bei nassen und kalten Bodenbedingungen nicht tiefer als 4 cm säen. Bei später Aussaat oder unter trockenen Bedingungen sollte nicht tiefer als 6 cm gesät werden. Eine tiefere Aussaat kann die Aufgangsrate negativ beeinflussen.
Es ist wichtig, die optimale Aussaatstiefe für jedes Feld zu bestimmen und die Sämaschine entsprechend einzustellen. Bodenart und Saatgut beeinflussen ebenfalls die richtige Aussaatstiefe.
- Worauf sollte ich achten, wenn ich eine Maissorte mit hohem Futterwert suche?
Die wichtigste Qualitätsgröße ist die VEM (Futtereinheit Milch) pro kg Trockenmasse. Wählen Sie also eine Sorte mit einem hohen VEM-Wert. Neben der VEM pro kg Trockenmasse sind Stärkegehalt und Zellwandverdaulichkeit weitere wichtige Qualitätsmerkmale.
- Ist die Blühreife wichtig?
In Jahren mit mäßigem Sommer und dadurch langsamer Reife erreichen früh blühende Sorten etwas früher den optimalen Trockensubstanzgehalt von 30 %.
- Welche Mais-Sorte ist die beste?
Die beste Mais-Sorte gibt es nicht. Sie hängt von Ihrer Betriebssituation ab. Was für Sie eine gute Sorte ist, kann für Ihren Nachbarn eine schlechte Wahl sein. Barenbrug bietet für jede Betriebssituation die passende Mais-Sorte.
- Worauf sollte ich achten, wenn ich Mais auf nassem Boden anbauen möchte?
Mais mag keine nassen Böden. Um die Risiken zu minimieren, wählen Sie stets eine sehr frühe Sorte mit guter Anfangsentwicklung und Stängelfäuleresistenz.
- Welche Sorteigenschaften sind auf Lehmböden besonders wichtig?
Achten Sie besonders auf Standfestigkeit und Stängelfäuleresistenz, um Probleme bei der Ernte zu vermeiden. Da Lehmböden im Frühjahr länger kalt bleiben, ist auch die Anfangsentwicklung wichtig.
- Ist es wichtig, eine stärkehaltige Maissorte zu wählen?
In den meisten Fällen ja. Nur bei einem maïsreichen Rationsanteil (mehr als 60 %) kann der Stärkegehalt zu hoch werden.
Stärke liefert 60–70 % der gesamten VEM. Im Pansen wird aus Stärke Propionsäure gebildet, die die Milchproduktion fördert und den Eiweißgehalt der Milch erhöht.
- Gibt die Sortenlisteneigenschaft „VEM-Ertrag“ Auskunft über die Qualität?
Eigentlich nicht. Es handelt sich um eine Summe aus Ertrag (Kubikmeter pro Hektar) und dem Energiegehalt. Ein hoher VEM-Ertrag bedeutet daher nicht automatisch, dass die Qualität einer Sorte gut ist.
- Was ist Feuerbrand?
Feuerbrand ist ein Pilzbefall, der vor allem in trockenen Sommern und auf trockenen Böden auftritt. Er zeigt sich hauptsächlich an beschädigten und durch Trockenheit geschwächten Maispflanzen als schwarzliche Schädigung. Starker Befall beeinträchtigt Ertrag und Qualität. Sowohl der Futterwert als auch die Schmackhaftigkeit nehmen ab.
- Welche Maissorten eignen sich als Doppelzwecksorte?
Wählen Sie hierfür stets Körnermaissorten, da diese auch zum Häckseln als Silomais geeignet sind. Eine Silomais-Sorte hingegen wurde nie auf Eigenschaften wie Erntesicherheit und Dreschfähigkeit getestet und ist daher nicht als Doppelzwecksorte zu empfehlen.
- Welche Sorteigenschaften sind für Körnermais wichtig?
Achten Sie besonders auf Frühreife und Erntesicherheit. Diese Eigenschaften sind entscheidend für einen rentablen (Trocknungskosten) und betriebssicheren Anbau.