Frage & Antwort – Silage
Unten finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Silieren:
- Wie wirken biologische Siliermittel?
Biologische Siliermittel bestehen hauptsächlich aus Milchsäurebakterien. Milchsäurebakterien nutzen gelöste Zucker aus dem Gras, um Milchsäure zu produzieren. Milchsäure sorgt für den pH-Abfall, sodass ein Silageberg nach einer bestimmten Zeit stabil wird. In einer stabilen Silage passiert nichts mehr, bis sie wieder geöffnet wird. Abhängig vom Trockensubstanzgehalt ist eine Silage bei einem pH-Wert zwischen 4 und 5,5 stabil.
Biologische Siliermittel, auch Inokulanten genannt, enthalten zusätzliche Milchsäurebakterien, wodurch die Milchsäureproduktion schneller abläuft. Dadurch sinkt der pH-Wert schneller, und der Silierungsprozess verläuft zügiger. Voraussetzung ist, dass genügend Zucker im Gras vorhanden ist. Außerdem darf das Gras nicht zu lange auf dem Feld liegen oder verunreinigt sein.
- Was passiert während des Silierprozesses?
Während des Silierprozesses herrscht ein ständiger Wettkampf zwischen Milchsäure- und Buttersäurebakterien, bei dem in erfolgreich gelungenen Silagen die Milchsäurebakterien gewinnen. Enthält die Silage nicht genügend Zucker, gibt es keinen Nährboden für die Milchsäurebakterien. In einer solchen Situation setzen sich die Buttersäurebakterien durch. Die Silage beginnt dann zu verderben, wodurch die Qualität der Milch sinkt.
- Wann sollte ich ein Siliermittel verwenden?
Wenn Sie unter ungünstigen Bedingungen die Chance auf eine gute Silage erheblich erhöhen möchten, sollten Sie ein Siliermittel verwenden. Ungünstige Bedingungen sind:
- Schlechtes Wetter, das ein ausreichendes Trocknen des Grases verhindert.
- Zu hoher Eiweißgehalt bei jungem Gras.
- Das Gras enthält zu wenig Zucker aufgrund einer zu langen Liegezeit auf dem Feld.